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Seit ca. 1846 wird in unserer Familie geschmiedet, d.h. seit fünf Generationen sind wir der Tradition des Schmiedens verpflichtet. Bereits seit 1913 befindet sich unsere Schmiede am jetzigen Standort in Odenthal. Aus einer Huf- und Wagenschmiede entwickelte sich in den letzten 25 Jahren die Odenthaler Kunstschmiede. Unsere Schmiedearbeiten finden Sie im gesamten Bundesgebiet wie auch in Kapstadt und den USA.

Perfektion wird bei uns automatisch als Kundenwunsch betrachtet, unser Ziel ist daher in jedem Fall makellose Arbeiten zur Zufriedenheit unserer Kunden abzuliefern. Das bedeutet unter Anderem Gewährleistung der uneingeschränkten und einwandfreien Funktionalität des Objektes, optische Vollendung und termingerechte Zustellung.


Das Rathaus - Amtsblatt der Gemeinde Odenthal

vom 29. Januar 2010



Handwerker aus Leidenschaft
Wer heute offenen Auges durch die Gemeinde Odenthal fährt, der entdeckt aller Orten Spuren seiner Arbeit. Am Hotel zur Post, auf dem Dach das Rathauses, im Altenberger Dom oder im Märchenwald kaum ein Gitter oder Türschloss, das nicht aus der Odenthaler Kunstschmiede von Karl-Josef Esser stammt. Der in Odenthal geboren und aufgewachsene Esser stammt aus einer alten Schmiede-Dynastie: sein Großvater, Matthias Esser, hatte um die Jahrhundertwende ebenso wie seine beiden Brüder, im elterlichen Betrieb das Schmiedhandwerk gelernt und die Meis - terprüfung mit sehr guten Noten abgeschlossen. Da es für so viele Schmiede jedoch keine Arbeit im heimatlichen Fühlingen bei Köln gab, er steigerte er eine kleine Schmiede am Dorfplatz im Zentrum von Odenthal.

„Nach der Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg nahm mein Großvater seine Arbeit als Huf- und Wagenschmied auf. Mitte der dreißiger Jahre ging dann mein Vater, Johann Esser, dort in die Lehre“, berichtet Esser bei unserem Gespräch. Den Krieg und vor allem die fünf Jahre in russischer Gefangenschaft überlebte Johann Esser nur, weil er als Schmied für die Russen zu den besonders wichtigen Gefangenen gehörte und deshalb mit Extraration versorgt wurde. In den fünfziger Jahren ging die Zahl der zu be - schlagenden Pferde immer weiter zu - rück. Die Bauern sattelten auf Traktoren um und so musste der Schmied nach neuen Einnahmequellen suchen. Familie Esser fand neue Aufgaben in der Herstellung von kunstvollen Geländern, Türen, Handläufen und Treppen. In den sechziger Jahren zog die Schmiede vom Dorfplatz an die Altenberger-Dom- Straße um. „Die Werkstatt war einfach zu klein geworden und die schweren Maschinen machten einen solchen Lärm, dass mein Vater bei den Gottesdiensten immer die Arbeit einstellen musste“, erinnert sich Esser. Er selbst begann in den siebziger Jahren seine Lehre im väterlichen Be trieb. „Während meiner Gesellenzeit schmiedete mein Vater mit dem Tor in St. Pankratius dann sein Lebenswerk. Über zwei Jahre haben wir an der Tür, die den Vorraum von Kirchenschiff trennt, gearbeitet. Nirgends wurde etwas geschweißt, selbst das Flechtwerk wurde aus einem Stück gezogen“, erzählt Esser begeistert. Er selbst war sich während seiner Lehrzeit gar nicht so sicher, ob dieser Beruf die richtige Wahl für ihn sei. „Erst als ich beim Landeswettbewerb der Handwerksjugend NRW den 1. Platz und beim darauffolgenden Bundeswettbewerb den 3. Platz belegte, habe ich gemerkt, wie viel ich von meinem Vater gelernt habe und welche Freude mir die Arbeit macht.“ Aufgrund seiner guten Leistungen erhielt Esser ein Stipendium am europäischen Ausbildungszentrum in Venedig und machte in Ratsfeld die Ausbildung zum staatlich geprüften Restaurator.



Seine Fähigkeiten sprachen sich schnell herum und so trudelten in Odenthal bald Aufträge aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland ein. Auf die Frage nach seinen beruflichen Highlights fallen ihm gleich mehrer Projekte ein. „Die Geländer am Schloss Augustusburg in Brühl waren eine große Herausforderung, denn schließlich sind sie teil des UNESCOWeltkulturerbes. Aber auch die Arbeiten am Altenberger Dom, am Schloss Bensberg und den zahllosen Kirchen in den Bistümer Köln und Trier waren wichtige Stationen auf meinem beruflichen Le - bensweg.“ In den letzten Jahren hat Esser auch viele Projekte in den USA verwirklicht. In New York, Chicago, Boston, Memphis und Flagstaff Arizona stehen seine Arbeiten. „Dabei war die Wetterfahne, die ich auf das Haus der Industriellenfamilie Hascoe in der Feeldpoint Road in Greenwich gesetzt habe, sicherlich das schönste und handwerklich komplizierteste Stück, das mit mir die lange Reise von Odenthal in die USA angetreten hat.“

Auf die Frage, was er mit Odenthal verbinde, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Odenthal, das ist für mich Heimat! Ich könnte nicht gut wo anders Leben. Nirgends sind die Farben so intensiv wie im Bergischen Land.“ Das Dorf und die Familie sind Essers Lebensmittelpunkt. Bei all den Arbeiten, die er auf der ganzen Welt gemacht hat, sei er vor allem glücklich und dankbar, dass er einen treuen Kundenstamm in und um Odenthal habe. „Immer, wenn ich den Dom in Altenberg betrete, drücke ich eine Türklinge aus unserer Werkstatt, das ist für mich eine große Ehre, denn wer kann schon von sich sagen, das er das Schloss zum Haus Gottes gemacht hat.“ Übrigens halten diese Drücker nur etwa zwanzig Jahre, wie Esser zu berichten weiß. „Danach ist das Metall vom Schweiß der Hände so angegriffen, dass man die Drücker austauschen muss.“

Zurzeit arbeiten in der Odenthaler Kunstschmiede acht Angestellte, die alle dort gelernt haben. „Wir bilden immer einen oder mehrere Lehrlinge aus, denn nur wer bei uns gelernt hat, passt auch perfekt in unsere Abläufe.“ Auch der Nachfolger von Karl-Josef Esser hat bei ihm gelernt. Jonathan Weichbrodt ist 26 Jahre alt und bereits ein Meister seines Fachs. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich einen so guten Nachfolger gefunden habe. Er wird dafür sorgen, dass das Schmiedehandwerk in Odenthal fortbesteht.“ Und auch Johann Esser steht mit seinen fast neunzig Jahren noch häufig an der Esse. „Es gibt handwerkliche Fertigkeiten, wie das Löten, die beherrscht eben keiner so meisterlich wie mein Vater“, meint Esser und ein Lächeln spielt um seinen Mund.

Presse - Punkt-RBW: Schmiedetradition aus fünf Generationen


punkt.RBW
Bericht Januar 2010 als PDF-Download


Presse - Bergisch Gladbach: Rathaus bekommt Wetterhahn zurück



Foto des Kölner Stadt-Anzeigers vom 05. November 2005


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